Familie Reyes, Honduras - meinbauer.ch
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Familia Reyes Aguilar

Ein Hurrikan zerstörte alles

Bei der Familie Reyes bewirtschaften drei Generationen gemeinsam einen kleinen Hof. Im Jahr 1998 zerstörte Hurrikan Mitch praktisch die gesamte Pflanzung. Seither ist die Qualität der Kakaobohnen ungenügend und die Erträge niedrig. Die Hoffnung von Familie Reyes beruht nun auf biologischem Anbau. Dieser Kakao wird zu Fair-Trade-Preisen gekauft und zu Fair-Trade-Schokolade verarbeitet.

Im Jahr 2014 – dem offiziellen UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe – führen sie auf einer facebookseite stellvertretend für die Bauernfamilien in Honduras n ein öffentliches Tagebuch über ihre Arbeit und ihr Leben. Du kannst daran teilhaben, indem du auf www.facebook.com/familiereyes «Gefällt mir» klickst oder ohne facebook-Konto vorbeischaust.

 

Steckbrief

Familie Reyes: Nelson Javier und Frau Dina Luz mit den Kindern Yorani und Maeuren Nicol

2,0 ha Kakao und Kochbananen
1,5 ha Mais

Tiere:

  • 10 Rinder
  • 40 Hühner

  

Betrieb und Familie

Frendi - Nieto  Apartando VacasDie Lage der Kakakobauern in Honduras ist schwierig. Hurrikan Mitch hat 1998 fast alle Pflanzungen im Land zerstört. Seither war die Qualität der Kakaobohnen schlecht und der Erträge niedrig. So auch bei der Familie Reyes, die im Nordosten des Landes in San Antonio de los Cabos lebt.

Die drei Generationen der Familie bewirtschaften gemeinsam einen kleinen Hof mit dreieinhalb Hektaren Land. Auf zwei davon bauen Nelson Javier (28), seine Frau Dina Luz (27) und deren Eltern Maria Victora (59) und José Geremias (62) Kakao und Kochbananen an. Auf eineinhalb Hektaren gedeiht Mais. Pro Jahr erntet die Familie etwa drei Tonnen Mais, wovon der grösste Teil zur Ernährung der Familie dient. Dazu gehören auch die beiden Kinder von Dina und Nelson, Sohn Yorani (11) und Tochter Mauren Nicol (4). Auf dem Hof leben weiter zehn Rinder und etwa 40 Hühner.

Um die Qualität der Kakaobohnen zu steigern und ihre Einkommenssituation zu verbessern, haben die Bauern aus der Gegend mit der Unterstützung von Helvetas die Kooperative Aprosacao gegründet. Das ist eine Gesellschaft von Produzenten, die biologischen Kakao anbauen und in diesen Plantagen zusätzlich Edelhölzer ziehen. Die Familie Reyes hat sich 2009 der Kooperative angeschlossen und baut ihren Kakao jetzt biologisch an. Im Rahmen des Projekts erhält sie Unterstützung von anderen, speziell ausgebildeten Kleinbauern und Beratern der Kooperative. So profitiert sie auch vom zweiten Teil des Projekts, das Helvetas zusammen mit Coop umgesetzt hat: Der Kakao wird zu Fair-Trade-Preisen gekauft und in der Schweiz zur ersten biologischen Fair-Trade-Schokolade verarbeitet. Diese ist seit  Frühling 2013 im Handel.

Der Kakao für den Schweizer Grossverteiler ist für sie eine wichtige Einkommensquelle geworden. Dieses wird aufgebessert durch den Verkauf von Schlachtrindern, Hühnern, Mais, Erdnüssen und Yucca sowie mit dem kleinen Kramladen, in dem sie Güter des täglichen Bedarfs verkaufen.

Die Aufgaben im Kakaoanbau sind in der Familie Reyes klar aufgeteilt: Die beiden Frauen sind für die Aussaat zuständig. Vater José transportiert die Pflanzen und Schwiegersohn Nelson schaut zu den Setzlingen. Gemeinsam sorgen sie für die Bewässerung, die biologische Düngung und die Ernte. Während der Zeit der Maissaat stellen sie manchmal zusätzliche Hilfskräfte an.

Die Familie Reyes hofft, dass sie die Erntemengen und die Qualität ihrer Rohstoffe weiter steigern und so ihre Lebensbedingungen verbessern kann. Die ältere Generation wünscht sich, dass die Enkelkinder Yorani und Mauren den Hof eines Tages übernehmen und so die Familientradition als Kakaobauern fortführen.

 

Landwirtschaft in Honduras

Doa Victoria CocinandoHonduras ist mit 112‘090 km2 knapp vier Mal so gross wie die Schweiz und ist Heimat von rund 8 Mio. Menschen.

Die Armut ist hoch: Etwa ein Viertel aller Einwohner muss von weniger als 1.25 US-$ pro Tag leben. 40 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig. Die wichtigsten Produkte sind Bananen, Ananas, Kaffe, Mais, Zuckerrohr, Melone und Palmöl. Die Tierzucht spielt eine untergeordnete Rolle.

Etwa ein Drittel der Landesfläche eignet sich für Landwirtschaft, nur 12 Prozent davon sind aber effektiv bebaut. Davon wiederum ist 40 Prozent in der Hand von Grossgrundbesitzern.

Obwohl riesige Teile ihres Besitzes brach liegen, verhindern sie Landreformen, die den Kleinbauernfamilien mehr Land brächten. Drei Viertel aller Betriebe haben eine durchschnittliche Grösse von gerade einmal 1,6 Hektaren. Mit diesen kleinen Betrieben können die Familien ihre Ernährung nur mit Mühe sicherstellen.

 

 

Bilder

 

 

 

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Die Familie Reyes wird unterstützt und betreut von:

Helvetas  DEZA-Logo


 

 

Das Projekt «Mein Bauer. Meine Bäuerin.» wird unterstützt von:

raiffeisen           coop

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