Familie Dähler, Stein - meinbauer.ch
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Ganzkörpermassagen mit Bier

Bier – eines der beliebtesten Getränke überhaupt, die Auswahl grenzenlos. Aber wussten Sie, dass es auch Bier-Fleisch gibt? Im Kanton Appenzell Ausserrhoden leben die Kabierrinder der Familie Dähler. Dank Biermassagen machen Sepp und seine Frau Magdalena mit ihren Söhnen Raphael, Nicolas, Cédric und Mischa daraus zartes, würziges Fleisch, das seinesgleichen sucht.

Im Jahr 2014 – dem offiziellen UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe – führen sie auf einer facebookseite stellvertretend für die Bauernfamilien im Kanton Appenzell Ausserrhoden ein öffentliches Tagebuch über ihre Arbeit und ihr Leben. Du kannst daran teilhaben, indem du auf www.facebook.com/familiedaehler eingibst, «Gefällt mir» klickst oder ohne facebook-Konto vorbeischaust.

 

 

Steckbrief

Familie Dähler: Sepp und Magdalena mit den Söhnen Raphael, Nicolas, Cédric und Mischa

14 ha landwirtschaftliche Fläche in der Talzone

Produktion nach ökologischem Leistungsnachweis

Tiere:

  • 30 Kabierrinder
  • 20 Mutterschafe
  • 20 Freilandbierschweine
  • 5 Ziegen

Kulturen:

  • 14 ha intensive Naturwiese

 

 

Betrieb

IMG 7178Zwischen den rauschenden Flüssen Urnäsch und Sitter liegt an der Grenze zu Appenzell Innerrhoden die kleine Ortschaft Stein. Eingebettet in den sanften Hügeln des Appenzellerlandes betreiben Sepp und seine Frau Magdalena eine ganz spezielle Aufzucht. Das Konzept der Kabierrinder stammt aus Japan. Dort gibt es eine Rinderart, die auf Bierbasis ernährt wird. «Die Idee!», dachte sich Sepp und begann im Appenzell mit der Aufzucht von Kabierrinder. Das Wort Kabier ist eine Kombination der Worte «Kalb» und «Bier», welche Sepp eigens dafür schützen liess. Seit 1996 pflanzt Sepp für die Brauerei Locher Brauweizen an. Die bei der Bierherstellung entstehenden Nebenprodukte verwendet Sepp als Futter für seine Kabierrinder und schliesst so den Kreislauf mit der Brauerei.

Ihre Rinder werden auf Bierbasis – das heisst Malztreber, Bierhefe und Biervorlauf – ernährt und erhalten zweimal täglich mit einer Bürste eine Biermassage. Das dafür benötigte Bier erhält Sepp von der nahe gelegenen Brauerei Locher, welche das bekannte «Appenzeller Bier» herstellt. Dank dieser Behandlung wird das Fleisch zart und ausgesprochen würzig. «Für mich ist es wichtig, dass alle Teile meiner Tiere genutzt werden», fügt Sepp an. So entstehen auf dem Betrieb der Dählers auch Ledergürtel, Fellhandtaschen und sogar Smartphone-Hüllen.

Nachdem Sepp den Hof 1996 von seinem Vater übernahm, hat er einiges verändert. «Mittlerweile vertreiben wir unsere Produkte an der Gourmesse im Kongresshaus in Zürich», erläutert er. Das schlägt sich auch in der Wartezeit für seine Produkte nieder. Um Kabierfleisch zu bestellen, müssen potentielle Kunden bereits eine Wartezeit von einem Jahr in Kauf nehmen.

 

 

Familie

IMG 7208Es war schon früh klar, dass Sepp eines Tages in die Fussstapfen seines Vaters tritt. Als eines von vier Kindern interessierte er sich schon von Kindesbeinen an für die Landwirtschaft. Sein Vater Josef, der den Betrieb «Blindenau» im Jahre 1979 erwarb, hilft gerne aus, wenn der Junior seine Hilfe benötigt. Während Josef sich vor allem um die Feldarbeiten kümmert, betreut Sepp die Kunden und führt sie durch die Kabierzucht. «Ich zeige unseren Kunden sehr gerne, was wir machen. Ich bin stolz auf unsere Produkte», fügt er an.

Magdalena, die ursprünglich aus dem Berner Oberland stammt, organisiert gerne Anlässe für ihre Gäste. «Am meisten Spass macht mir die Zubereitung der Apéros. Hier kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen», erzählt die vierfache Mutter. Ein wenig gradliniger geht es hingegen in der Primarschule Gonten zu und her. Dort unterrichtet Magdalena rund zweimal die Woche. Weiter kümmert sie sich um die Kinder der heilpädagogischen Schule, die regelmässig auf ihrem Betrieb die landwirtschaftliche Tätigkeit hautnah kennenlernen. Zu den Tätigkeiten gehören Füttern, Schären oder Rindermassieren.

Beide wünschen sich in Zukunft, dass auch die nachfolgende Generation eine schöne und intakte Umwelt hat. «Wir Menschen sollten mehr Sorge zur Natur tragen», ist ihre Überzeugung. Gerne würden sie den Betrieb an eines ihrer Kinder weitergeben.

 

 

Bilder

 

Kontakt

Sepp und Magdalena Dähler Grunder
Blindenau 199
9063 Stein
071 367 17 19

www.kabier.ch

 

end faq

 

 

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